45 Min – die Atomlüge

Im Rahmen der Dokumentarreihe 45 Min versucht das Reporterteam des Norddeutschen Rundfunks die scheinbar einfache Frage beantworten: Wie sicher ist Atomkraft wirklich?

Autorin Gesine Enwaldt führt dabei anhand des Beispiels Krümmel die Vor- und Nachteile auf und lässt verschiedene Stimmen zu Wort kommen.

„Wenn der Mensch versagt, ist die Technik da, die einspringt.“
Die Dokumentation nimmt ihren Ursprung in dem meldepflichtigen Störfall Nummer 301 im Jahr 2007:

Trafobrand im Kernkraftwerk Krümmel, nur die automatische Schnellabschaltung verhindert nach menschlichem Fehlverhalten und Versagen eine riesige Katastrophe.

„Ein gewisses Restrisiko bleibt immer.“
Es ist schon erstaunlich, dies von einer Pressesprecherin eines Atomkraftwerks zu hören. Ganz gleich ob Brunsbüttel, Krümmel oder Forsmark: In den Jahren 2006 und 2007 erlebte Nordeuropa an gleich drei Vattenfall-Standorten mehrere Beinahe-GAUs; in Forsmark war die Kraftwerksleitung ganze 20 Minuten blind, als die Anzeigen ausfielen – 20 Minuten lang bestand unmittelbar das Risiko einer Kernschmelze.

Interessanterweise wurde nach dem Vorfall der Chef von Vattenfall Deutschland, ein Betriebswirtschaftler, durch einen Kommunikationsstrategen ersetzt. Dabei möchte ich dem geneigten Leser in Erinnerung rufen, dass der Kopf einer Firma und seine Denkweise stets die strategische Ausrichtung eines Unternehmens bestimmt. Mit anderen Worten: Nachdem jahrelang nur harte Zahlen für die Konzernspitze zählten, überwiegt nun das inhaltslose Lächeln. Wie nett!

Lügen mit Statistiken: die KiKK-Studie
Neben vielen Punkten, die der Film behandelt, ist die Sache mit der sogenannten KiKK-Studie wohl die erschüttenderndste: Denn die maßgebliche Studie behandelt die Krebsraten von Kindern im Umkreis von Kernkraftwerken.

Kritiker wie der Epidemiologe Eberhard Greiser merken jedoch an, dass die Statistiken der Bundesregierung alles andere als verlässlich sind. Denn was in der KiKK-Studie nicht auftaucht, sind die kompletten Zahlen:

So ist eines der Lieblingsargumente der Atomindustrie – und interessanterweise auch des deutschen Krebsregisters, das diese Zahlen erhebt und auswertet, dass es auch Häufigkeitscluster in Deutschland gibt, wo kein Atomkraftwerk in der Nähe steht; dabei wird stets die Gemeinde Sittensen in Niedersachsten als Fall bemüht, da dies übrigens der einzige Fall war, der eine vergleichbar hohe Anzahl an Leukämie bei Kindern aufweist. Dieser Fall ist jedoch längst widerlegt: Schuld war offenbar eine Röntgenpraxis, die Kinder übermäßig oft bestrahlte.

Der Leiter des deutschen Krebsregisters in Mainz, Dr. Peter Kaatsch, zählt jedoch lediglich 29 Leukämiefälle bei Kindern im Umkreis von fünf Kilometern, die übrigens im unteren Durchschnitt liegen; die Krebsrate steigt allerdings signifikant in einem Umkreis bis zu 50 Kilometern, wobei die größte Häufung der Fälle in einem Radius von 10 bis 20 Kilometern liegt. So werden statistisch gesehen 246 Menschenleben pro Kraftwerk nicht gezählt – Kollateralschaden unseres Wohlstandes?

Geld machen um jeden Preis
Wir dürfen nicht vergessen, dass Kernkraftwerke nach der Abschreibung im Grunde genommen reine Gelddruckmaschinen sind, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der steigenden Strompreise: So kann je Kraftwerk Energie im Wert von etwa einer Million Euro produziert werden – pro Tag!

Aktiver Terrorschutz?
Flugzeugangriffe sind glücklicherweise völlig ausgeschlossen: Sollte sich ein Terrorist beispielsweise dem Kraftwerk Krümmel auf 800 Meter Flughöhe nähern, reagiert die deutsche Bürokratie wie geölt und verschickt schon wenige Tage später Verwarnungen per Brief. Auch die Hafenpolizei taucht sofort mit einem kleinen Boot und zwei Mann Besatzung auf, um potentiell mit Sprengstoff beladene Wasserfahrzeuge abzufangen.

Eine Gruppe bis zu den Zähnen mit Transparenten und Farbe bewaffneter Greenpeace-Aktivisten schafften es dennoch im Juni 2009, die Kühlkuppel des Kernkraftwerks Unterweser zu besetzen – verletzten damit allerdings laut dem Betreiber keinerlei sicherheitsrelevante Bereiche.

Das Fazit zum Film: Absolut sehenswert!
Die Dokumentation ist erstaunlich gut recherchiert und lässt alle Seiten zur Sprache kommen. Gleichzeitig rückt er das Thema auch politisch und gesellschaftlich in die richtige Perspektive: Objektiv und sachlich, aber ebenso frustrierend und ernüchternd wird deutlich: Das Quo Vadis der Atomindustrie ist der Status Quo: Nach oben bücken, nach unten treten und Vorfälle weiter mit Lügen und Beschwichtigungen öffentlich glattbügeln. Tschernobyl 1987 – Krümmel 2010?

Den ganzen Film kann man im kostenfreien Online-Stream auf der Homepage des NDR unter der Rubrik „45 Min“ zu sehen: http://www3.ndr.de/sendungen/45_min/videos/atomluege114.html

Leider geht es den meisten Leuten einfach um die Tatsache: „Hauptsache Billiger Strom„, wie der Atomstrom oft fälschlicherweise auch von den Medien bezeichnet wird. Lesen Sie dazu auch unsere Teile zur Atomenergie: http://www.energieblog24.de/category/atomenergie/

Depleted Uranium: Todesstaub

Unter dem Titel „der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“ förderte ein deutsches Reporterteam vor einigen Jahren Unglaubliches zu Tage:

Bereits 1995 setzte die NATO, insbesondere das Militär der US-Amerikaner und der Briten, im Kosovo ionisierende Munition ein, besser bekannt als abgereichertes Uran oder depleted uranium. Als die Coalition of the Willing Saddam Hussein endgültig in einer mediengerecht inszenierten Verprügelungsaktion im Irak 2005 zu Fall brachten, hatte die geschundene Bevölkerung des Landes bereits mit den Folgen des Einsatzes von Uranmunition im ersten Golfkrieg zu kämpfen:

Weite Regionen um Bagdad und Basra gelten heute als verseucht und prinzipiell unbewohnbar – Hilfsorganisationen verzeichnen bislang für die Region völlig untypische Krebsarten und multiple Krebsformen bei ungewöhnlich hohen Kinderkrebsraten.

Ein unerhört unbekanntes Thema
So wirklich neu ist die Nachricht jedoch nicht. Seit beinahe 30 Jahren setzt die US-amerikanische Militärindustrie abgereichertes Uran in der Luftwaffe, in Bomben und Granaten bis hin zur Munition für Handfeuerwaffen ein.

Die Reportage des WDR – mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Europäischen Fernsehpreis 2004 – kratzt dabei nur an der Oberfläche. Denn das wirkliche Ausmaß von 30 Jahren Einsatz von abgereichertem Uran in internationalen Einsatzgebieten lässt sich nur schwer einschätzen. Fest steht, dass die Feinstpartikel oder Aerosole sich überall verteilen: in der Atemluft, im Trinkwasser, in der Nahrung. Und rund 4,5 Milliarden Jahre lang krebserzeugende Strahlung abgibt.

Bundeswehr Komplize für Kriegsverbrechen
Berichten auf NGO Online zufolge wurden so in den letzten 14 Jahren US-amerikanischer Militär-Einsätze über 1,4 Millionen Schuss Munition in Einsatzgebieten wie Irak, Kuwait, Bosnien, Kosovo, Serbien, Montenegro und Afghanistan verschossen.

Dabei spielt die Bundesregierung eine nicht unbedeutende Rolle: Denn in beinahe jedem der oben genannten Konflikt- und Kriegsregionen hat die Bundeswehr auf Befehl aus Berlin im Rahmen von NATO-Einsätzen oder anderen Koalitionsbündnissen mindestens organisatorische und logistische Hilfe geleistet – und nicht zuletzt in Afghanistan schützen und unterstützen deutsche Soldaten aktiv die Kriegsverbrechen des US-Militärs – ob bewusst oder unbewusst ist dabei stets eine Frage der Rangordnung und internen Kommunikation.

Kinderarzt auf Abwegen
Als der Kinderarzt Siegwart-Horst Günther während einer Hilfsmission in Basra Kinder beim Spiel mit Munitionshülsen beobachtete und mit den für die Region ungewöhnlich hohen Raten an krassen Krebserkrankungen bei Kindern verglich, kam ihm ein schrecklicher Verdacht. Könnte es sich um abgereichertes Uran handeln? So packte er beherzt eine Hülse ein und flog damit nach Berlin, um diese in einem Universitätslabor prüfen zu lassen.

Die Labore wiesen ihn jedoch entsetzt ab und die Polizei inhaftierte den Arzt anschließend aufgrund der Freisetzung von ionisierender Strahlung. Doch er ließ nicht locker, er wollte Antworten. Und so recherchierte weiter.

„Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“
Die Reportage der WDR-Reihe „Die Story“ können Interessierte leider nur über Umwege sehen, da das Archiv des Senders offenbar nur eine Auswahl der Dokumentationen zum Abruf bereit hält.

Die gängigen Suchmaschinen finden aber schnell Ergebnisse, zum Beispiel hier:
http://video.google.de/videoplay?docid=8192977154296057254&hl=de&emb=1#

Quellen:
Informationen der WHO über abgereichertes Uran
http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs257/en/

Bewegung gegen abgereichertes Uran
http://www.cadu.org.uk/

Journalisten und Prominente gegen abgereichertes Uran

Interview mit Frieder Wagner
http://www.nuoviso.tv/interviews/interview-mit-frieder-wagner.html

Bericht auf Ecoglobe.ch
http://ecoglobe.ch/nuclear/d/du5311.htm

Sehr informativer Excerpt der Universität Kassel
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/DU-Geschosse/Rokke.html

Artikel auf NGO online
http://www.ngo-online.de/2005/07/22/irak-afghanistan-jugoslawien/

Epidemiologische Eisnchätzung zur Giftigkeit von abgereichertem Uran
http://www.toxcenter.de/artikel/Uranmunition-biologische-Halbwertszeit.php

Was bringt die Austauschpflicht für alte Kaminöfen?

In Deutschlands Wohnzimmern knistert es bald wieder. Mit Holz erwärmen – das vereint Klimaschutz mit Gemütlichkeit. Also kein Wunder, dass auf den nachwachsenden Rohstoff immer mehr Deutsche setzen. Der Trend, mit Brennholz zu erwärmen, hat jedoch auch seine Tücken: Allein in Augsburg stoßen so Holzöfen im Jahr ungefähr 38 Tonnen Feinstaub aus –  eine beachtenswerte Gefährdung der Gesundheit. Für Öfen, die mit Brennholz heizen, gelten deswegen ab 2015 verschärfte Grenzwerte.

Woher kommt der Feinstaub?
Meistens entsteht Feinstaub bei Verbrennungsprozessen in der Industrie, Landwirtschaft und im Straßenverkehr, aber auch durch mit Holz betriebene, private Öfen. Feinstaubpartikel verbleiben durch die sehr kleine Größe unsichtbar in der Atmosphäre. Laut Umweltbundesamt sind 35 % der Menschen in Deutschland von Belastung durch Schadstoffe  in der Luft betroffen – besonders in den Ballungszentren. Obwohl die Feinstaubbelastung seit dem Jahr 1990 gesunken ist, existiert dennoch Handlungsbedarf. Die neue Bestimmung hilft dabei, die gesundheitsgefährdende Feinstaubbelastung zu senken. Um das Holz als klimafreundlichen Kraftstoff zu verwenden, ohne dabei der Gesundheit zu schädigen, müssen ältere Anlagen nachgerüstet oder ausgetauscht werden.

Verschärfte Grenzwerte ab 2015
Die Bundesregierung beschloss schon 2010 die 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV) zur Reduzierung der Feinstaubbelastung. Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen schreibt seit dem 01.01.2015 verschärfte Grenzwerte für Kohlenmonoxid- und Feinstaubemissionen vor. Es handelt sich um erste Verordnung zur Vollziehung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Laut dieser Verordnung sind maximal 4 Gramm Kohlenmonoxid und maximal 0,15 Gramm Feinstaubausstoß pro Kubikmeter Luft zugelassen. Das gilt für Öfen, die vor dem Jahr 2010 eingebaut wurden. Bis Ende 2024 ist eine Filternachrüstung oder ein Ausbau in vier Schritten vorgesehen.  Die Anforderungen haben sich seit 2015 nochmals erhöht. Historische Öfen, die vor dem Jahr 1950 eingebaut wurden, sind davon jedoch ausgenommen.

Einige Details zu der Verordnung:

  • Ab Anfang 2015 müssen Heizkessel, die vor dem 1. Januar 1995 aufgebaut wurden und mit Holz heizen, die Emissionsgrenzwerte der Stufe 1 der 1. BImSchV einhalten. Meist werden sie zum Heizen gesamter Häuser oder Wohnungen eingesetzt.
  • Für Kamine, Pelletöfen und Kachelöfen, die vor dem 1. Januar 1975 aufgebaut wurden und zum Heizen einzelner Räume verwendet werden, gilt dasselbe.
  • Spezielle Übergangsfristen gelten für Anlagen, die zwischen dem 1. Januar 1975 und dem 21. März 2010 aufgebaut wurden. Darin berücksichtigt sind auch Heizkessel und Pelletheizungen mit Inbetriebnahme zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 21. März 2010 . Je nach Baujahr laufen die Fristen zwischen 2017 und 2025 aus.
  • Kessel und Öfen, die nach dem 22. März 2010 eingesetzt wurden, können unbegrenzt weiter verwendet werden.

Auch hier gibt es, wie bei jeder Regel, einige Ausnahmen. Historische Öfen, Herde, Badeöfen, handwerklich vor Ort aufgestellte Grundöfen und offene Kamine sind vor der Austauschpflicht ausgenommen.

Sie sollten daher vom Schornsteinfeger überprüfen lassen, ob Ihr Ofen die notwendigen Emissionsgrenzwerte einhält. Spätestens 4 Wochen nach Inbetriebnahme muss der Schornsteinfeger bei neuen Holzheizkesseln überprüfen, ob die Grenzwerte erfüllt werden, nachher alle zwei Jahre. Laut dem Umweltbundesamt reicht für neue Einzelraumfeuerungsanlagen ein Zertifikat des Produzentes über die Grenzwerte aus.

Emission reduzieren – mit neuen Öfen und richtiger Bedienung
Im Gegensatz zu Öfen, die vor 1975 gebaut wurden, senken neue Holzheizöfen die Emission um bis zu 85 %. Dabei wird auch die Geruchsentwicklung deutlich gesenkt. Der meiste Feinstaub kommt also aus alten Öfen. Schätzungen zufolge werden 80 % des Feinstaubes aus Holzfeuerungen emittiert, die mehr als 20 Jahre alt sind. Das Durchschnittsalter der montierten Einzelfeuerungsanlagen liegt den Verbänden zufolge bei 30 Jahren. Gelänge es, diese Anlagen tatsächlich zu ersetzen, wäre viel gewonnen. Moderne Gerätetechnik erhöht die Energieeffizienz, steigert den Wirkungsgrad und sorgt für eine reine Verbrennung. Aus Sicht der Verbände liegt die Lösung des Feinstaubproblems nicht in einer weiteren Erhöhung der Grenzwerte für Neuanlagen oder in Restriktionen wie Verbrennungsverboten, sondern in dem Wechsel des Altanlagenbestandes.

Wird die Austauschpflicht von den Ofenbesitzer ignoriert?
Schon Anfangs 2015 hätten viele alte Holzöfen ausgetauscht werden müssen. Doch ein Großteil der Besitzer verweigert möglicherweise den Austausch. Jedenfalls geht der HKI Industrieverband davon aus. Der Austauschpflicht soll nur jeder fünfte Hausbesitzer nachgekommen sein. Heizkamine sowie Kamin- und Kachelöfen, die vor 1975 gebaut wurden und die Grenzwerte für Emissionen nicht erfüllen, müssen jedoch nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Das sieht die BimSchV vor – und soll zur Folge Bußgelder haben. Hochrechnungen des HKI zufolge sind rund eine Million Geräte in dem entsprechenden Alter, erneut wurde aber nur jeder fünfte Ofen. Folglich seien 800.000 umweltbelastende Altanlagen ohne geeignete Nachrüstung noch in Betrieb.

Betroffene Ofenbesitzer haben grundsätzlich über den Bezirksschornsteinfeger von der Austauschpflicht  rechtzeitig erfahren. Im Rahmen der Feuerstättenschau kontrolliert er auch die Umsetzung. Innerhalb von sieben Jahren sind zwei Schauen vorgesehen. Der  Kaminkehrer meldet Verstöße den zuständigen Behörden, die Geldstrafe verordnen können. Dem HKI zufolge erfolgten diese aber nicht.

Große Austauschwelle folgt noch
In naher Zukunft müssen auch jüngere Anlagen ersetzt werden: Die Schonfrist endet für die Baujahre 1975 bis 1984 Ende 2017 – das ist laut den beiden Verbänden die große Austauschwelle. Ende 2020 ist für Öfen der Baujahre 1985 bis 1994 Schluss. Öfen, die von 1995 bis 31. März 2010 hergestellt wurden und die Grenzwerte nicht erfüllen, müssen dann 2024 ausgetauscht oder nachgerüstet werden. Von der Pflicht sind historische Einzelraumfeuerungsanlagen (hergestellt oder errichtet vor dem 1. Januar 1950), sowie offene Kamine ausgenommen.

Elektrosmog im Schlaf vermeiden

Unsere Umgebung ist heute nicht mehr frei von Elektrosmog. Im öffentlichen Raum sind wir ständig von Laptops, Computern, Heimelektronik und diversen anderen elektronischen Geräten umgeben. Alle Geräte geben elektromagnetische Wellen ab. Befindet sich unser Wohnhaus dann noch in der Nähe eines Mobilfunkmastes oder eines Stromumspannwerkes, erhöht sich der Elektrosmog um ein Vielfaches.

Egal ob im Schlaf oder im wachen Zustand, Strahlen und Wellen umgeben uns den ganzen Tag. Wir sind es gewöhnt über Tablet, Laptop und Handy den ganzen Tag erreichbar zu sein. Viele erwarten heute auch, dass man beruflich ständig und rund um die Uhr erreichbar sein muss.

Diese ständige Verfügbarkeit bedeutet auch, dass wir nachts sogar das Handy unter unser Kopfkissen legen, oder auf den Nachttisch und natürlich eingeschaltet lassen. Ist beim Handy dann die ganze Nacht die WLAN-Verbindung eingeschaltet und aktiv, sendet das Handy und empfängt die ganze Nacht Daten. Sie sind also im Schlaf dem Elektrosmog extrem exponiert.

Die Anwesenheit unseres Mobiltelefons am Bett kann Einschlafstörungen wiederholtes Erwachen im Schlaf und sogar Alpträume verursachen. Das Mobiltelefon bewirkt eine Veränderung des Systems einiger selbstregulierende Prozesse wie z.B. unsere biologische Uhr, oder die Herzfrequenz.

Spezialisten der Weltgesundheitsorganisation WHO gehen davon aus, dass alle elektronischen Geräte im Allgemeinen, nicht nur Mobiltelefone, schlecht für den menschlichen Körper sind und das Krebsrisiko erhöhen können.

Studien zeigen, dass es eine wichtige Wechselwirkung zwischen der ständigen Verwendung von Smartphones und der Unfruchtbarkeit bei Männern und der verminderten Qualität der Spermien dieser Männer gibt. Auch bei Frauen führt die ständige Verwendung des Handys zu mehr Stress.

Eigentlich sollen moderne elektronische Geräte uns das Leben erleichtern, doch wenn wir es genau hinterfragen, merken wir dass wir dadurch ständig mehr Stress und weniger Zeit für die schönen Dinge des Lebens haben.

Um ruhig schlafen zu können, sollten sie wenigstens nachts versuchen die elektromagnetischen Wellen in ihrer Umgebung zu reduzieren.

Schalten Sie das Handy nachts aus, wenn es in Ihrer Nähe liegt. ist das nicht möglich, weil sie aus beruflichen Gründen z.b. ständig erreichbar sein müssen, schalten Sie wenigsten das WLAN aus. So sind Sie telefonisch erreichbar, aber die schädlichen strahlen werden doch verringert.

Sollten Sie nur aus Gewohnheit das Handy ständig in Ihrer Nähe haben, ist aber eigentlich nicht wirklich brauchen, sollten Sie darüber nachdenken das Handy in einem entfernteren Raum zu lagern. Legen Sie es in der Küche oder im Hausflur ab, dann haben sie es auch am Morgen sofort wieder griffbereit.

Es gibt auch einen weiteren Aspekt, den sie nicht vergessen dürfen wenn Sie Ihr Handy z.b. unter dem Kopfkissen über Nacht aufbewahren. In der Vergangenheit gab es immer wieder Probleme mit den Akkus der verschiedenen Handys, diese überhitzen teilweise wirklich stark. Wenn das Handy dann unter dem Kopfkissen liegt, kann es sich so stark erhitzen dass ich das Kissen sogar entzünden kann. Es gab ihr wirklichen Unfälle, bei denen sich die Handybesitzer das Gesicht verbrannt haben.

Viele legen Wert auf eine sehr gute Matratze, um gut schlafen zu können. Dann vergessen Sie aber dass sie sich selbst im Schlafzimmer durch dort stehende Computer, Fernseher und natürlich das nah am Kopf liegende Handy einen Elektrosmog aussetzen, der einen ruhigen Schlaf verhindern kann. Eine gute Matratze ist natürlich wichtig für einen ruhigen Schlaf, aber alle anderen Bedingungen sollten auch stimmen.

  • Quelle: Youtube Video Untertitel des oben aufgeführten Beitrages

Giftcocktail Glyphosat in Privatgärten

uch im Jahre 2018 wird immer noch fleißig Glyphosat in der Landwirtschaft und im Privat Garten gespritzt. Mit Glyphosat kann man, auf kleinen oder großen Flächen, erfolgreich ungeliebte Gartenkräuter, auch Unkraut genannt für mehrere Monate beseitigen.

Innerhalb kurzer Zeit wird auf der gesprühten Fläche alles Grüne abgetötet. Wenige resistente Unkräuter widerstehen dem Glyphosat Sprühnebel.

Verschiedene Studien belegen, dass Glyphosat nicht direkt bienengefährlich ist. Aber stellen Sie sich vor, dass im Garten und auf Äckern wirklich nur noch Getreide oder andere Nutzpflanzen in Monokultur vorhanden sind. Jedes andere Ackerkraut, oder Unkraut, wird vernichtet und verbannt.

Das Problem hierbei ist, sagt Cosima Lindemann vom NABU, das hiermit jede Biodiversität auf Äckern genommen wird und dass ich dies negativ auf die Insektenvielfalt auswirken würde.

In der Folge gäbe es weniger Schmetterlinge und andere Insekten. Von Schmetterlingen und Insekten leben aber auch andere Tierarten, wie Vögel oder Fledermäuse. Die Verwendung von Glyphosat auf Äckern und im Garten zieht also eine lange Reihe negative Folgen für Insekten und deren abhängige Tierarten nach sich.

Besonders gefährlich ist das Pflanzengift, wenn es im Gewässer gelangt. Dann gehören Amphibien zu den ersten Opfern, denn sie atmen durch ihre Haut und nehmen das Gift schnell auf:

Ein Beispiel: die seltene Wechselkröte. Einige Tiere suchten zum Ablaichen diesen naturnahen Gartenteich in Rheinhessen auf. Der Nachbar spritzte mit Roundup. Eine Kröte saß wahrscheinlich im Gras und bekam das Gift ab, auch der Sprung ins Wasser rettete dieses streng geschützte Tiere nicht.

Ob Glyphosat tatsächlich die Todesursache war, untersucht der Amphibien Toxikologe Normann Wagner. Er forscht seit vielen Jahren an der Uni Trier.

Es wurde erzählt dass die Kröte mit Roundup im privaten Haushalt zuvor übersprüht wurde und das deutet schon auf eine Intoxikation hin.

Außerdem gibt es noch ein grundsätzliches Problem mit den Spritzmittel, sie werden zugelassen, ohne dass spezielle Untersuchung mit Amphibien durchgeführt werden. Solange die Wirkung nicht ausreichend erforscht ist, haben Naturschützer klare Forderungen.

 

  • Quelle: Youtube Video Untertitel des oben aufgeführten Beitrages

Nachdem Bundesumweltminister Schmidt Ende 2017 im Alleingang für eine Verlängerung der Zulassung für Glyphosat gestimmt hat, ist hier auch kein Ende in Sicht. Auch in den nächsten fünf Jahren dürfen Kleingärtner und Landwirte Glyphosat ausbringen. Zwar wurde in den letzten Jahren die Verwendung beschränkt, aber eine wirkliche Kontrolle findet bisher, beispielsweise in Privatgärten, nicht statt.

Zumindest auf öffentlichen Plätzen und versiegelten Flächen, darf der Unkrautvernichter nicht mehr ausgebracht werden.

Man geht davon aus, dass jedes Jahr in Deutschland 6000 Tonnen Glyphosat auf Äcker und in Gärten gesprüht werden. Das ist aber noch nicht alles, denn wir holen uns dieses Gift auch noch durch Futtermittelimporte z.b. aus Argentinien in unsere Nahrungskette.

Im Labor wurde Glyphosat schon in diversen Lebensmitteln wie Käse, Milch oder Brot nachgewiesen und auch in der Muttermilch findet sich teilweise Glyphosat.

Es gibt sogar Forschungsergebnisse, die sagen, dass sich Glyphosat auf Gene und das Nervensystem auswirken würde. Auch Hormone sein betroffen. Wie überall gibt es aber zu jeder Studie immer die entsprechende Gegenstudie, die natürlich genau das Gegenteil behauptet. Oft sind solche Studien finanziert von Lobbyisten der Glyphosat Hersteller. Beweisen lässt sich dies natürlich schwer.

Detox: Entgiftungsmythos auf dem Prüfstand

Nachdem vor einigen Jahren Heilfasten in aller Munde war, spricht man heute in der Regel von Detox. Angeblich befinden sich in unserem Körper Schlacken und Gifte die man unbedingt durch zusätzliche Produkte loswerden muss.

Glaubt man den Versprechen der Detox Industrie, können mit den Produkten die brachliegenden Selbstreinigungskräfte des eigenen Körpers wieder angekurbelt werden.

Und keiner Frauenzeitschrift fehlt dieses Thema wohl im Moment. Sich mit dem  Detoxprogramm zu beschäftigen gilt als besonders trendy. Im Prinzip unterscheidet sich das Detox Programm nicht groß vom Fasten. Erlaubt sind Obst und Gemüse, die meist in pürierter Form zu sich genommen werden. Dieses pürierte Obst und Gemüse, das mit weiteren Zutaten versetzt wird, nennt man auch Smoothies.

Im oben eingefügten Video wird die Studentin Eva aus Mannheim eine einwöchige Detox-kur durchführen. Diese einwöchige Detox-Kur wird durch einen Arzt begleitet. Vor und nach der Detox-kur werden Evers Blutwerte überprüft.

Eva sagt beispielsweise:

“Weil ich das Gefühl habe dass ich durch das ganze lernen und den ganzen Stress, total müde bin. Ich habe auch häufig Kopfschmerzen und merke, dass meine Konzentration nachlässt. Das möchte ich gerne ändern….Ich glaube, dass mein Darm sich total erholen wird , und ich mich damit fitter fühlen werde und auch leichter.”

Als Vorbereitung auf ihre Detox Woche kauft Eva im Internet zahlreiche Produkte, die ihre Detox Kur unterstützen sollen. Außerdem jede Menge Obst und Gemüse. Der Schock kommt aber recht schnell, denn die im Internet bestellten Produkte für eine Woche kosten über 300 €. Dabei sind Säfte und auch vegane Mahlzeiten.

Begleitet wird Eva medizinisch von Professor Helmut Karl Seitz. Helmut Karl Seitz ist Experte für unser Haupt Entgiftungsorgan, nämlich die Leber.

Im Interview äußert sich der Mediziner äußerst skeptisch.

“Aus diesen Werten, die gemessen worden sind, kann man allgemeinen ersehen Ob die Leberfunktion und die Nierenfunktion und das Blut und die Blutbildung in Ordnung ist. Wir gehen davon aus , dass das bei jungen Menschen normal ist. Wenn das normal ist wird sich das durch eine Therapie, eine sogenannte pseudo Therapie, wie das durch diese Getränke gemacht wird nicht ändern.”

“Über viele Millionen Jahre hat sich der Organismus so entwickelt, dass er mit diesem Giften, die in der Umwelt die vorhanden sind, fertig wird. Da gibt es für jede Substanz beinahe ein bestimmtes Enzym welches in der Leber diese Substanz entgiften kann, also wir brauchen gar nichts zusätzlich.”

Evas Detox Woche

Eigentlich geht Eva sehr positiv an die Detox Woche heran, aber schon nach wenigen Tagen sieht sie in den eingeblendeten kurzen Videoschnipsel nicht mehr wirklich glücklich aus und auch die vorgetragenen kurzen Liedzeilen werden immer trauriger.

An Tag 7 singt Eva:

I wanna eat something right now, genau jetzt möchte ich etwas essen.. Nach der Woche wird Eva erneut interviewt:

“Die Woche war ziemlich krass, also es war schon ein Opfer. Ich wusste teilweise nicht wie ich diesen Tag überstehen sollte, weil ich total entnervt war und dann schon wieder so ein ekelhafter Saft.”

Jetzt wollen wir natürlich auch wissen, ob sich das Leiden wenigstens gelohnt hat. Denn immerhin hat sie angeblich mit jeder Mahlzeit unglaublich viele Vitamine und Gesundes zu sich genommen.

Die präsentierten Grafiken zeigen, dass sich die Leber und Nierenwerte der Studenten weder positiv noch negativ verändert haben. Wie der Professor vorab schon sagte, ist das bei einem gesunden Menschen auch eher nicht zu erwarten.

Was man bei einer solchen einseitigen Kur nicht vergessen darf ist, dass Obst und Gemüse sehr sehr viel Kalium enthalten. Und wie fast zu erwarten mal sind diese Kaliumwerte bei Eva im Laufe der Woche auch wirklich angestiegen, von 3,8 auf 4,8 mmol in 1 Liter Blut.

Für einen Nieren- oder herzkranken Menschen, wären diese erhöhten Kaliumwerten sogar eine Gefahr. Der Professor erneut:

“Hinterher sind sie genauso dran, wie vorher auch. Das ist einfach ein schnelles Versprechen, das nichts hilft. Lebensstiländerung wäre hilfreich auf lange Sicht.”

Als Fazit nach dieser wirklich teuren Detox Woche kann man sagen, man tut etwas gegen sein schlechtes Gewissen, aber nicht wirklich für seine Gesundheit. Eine generelle Änderung des Lebensstils hin zu viel Sport Bewegung und abwechslungsreicher, gesunder Ernährung sind das Einzige, was uns auf Dauer gesund und munter hält.

  • Quelle: Youtube Video Untertitel des oben aufgeführten Beitrages

Amalgam – Die gewollte Vergiftung durch unsere Zahnfüllungen

Amalgam und die gesundheitlichen Folgen sind immer wieder ein Thema was für viel Aufsehen sorgt. Es streiten sich Wissenschaftler, Krankenkassen und Patienten darum, ob Amalgamfüllungen krank machen. Die Ansichten sind extrem verschieden, für die betroffenen Patienten die Folgen gravierend.

In einigen EU-Ländern sind Amalgamplomben sogar nur unter großen Einschränkungen erlaubt. In Deutschland ist das anders, Amalgamfüllungen sind die Standardbehandlungen, die von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden.

Viele Wissenschaftler empfehlen generell, Amalgam komplett zu verbieten. Amalgam besteht zu 50% aus Quecksilber, und Umweltmediziner warnen davor, dass dies zu diversen Folgeerkrankungen führen kann:

Dr. Harald Benzhaf, Umweltmediziner aus Benzingen

“Es geht ganz schnell in das Gewebe in alle fettliebenden Substanzen, vor allem auch ins Nervengewebe. Deshalb kann selbstverständlich jede Zelle im Körper betroffen werden, aber auch jedes Organ. Deshalb ist die Symptomatik auch so unspezifisch. Der eine kriegt eine neurologische Symptomatik, der andere bekommt chronische Rückenschmerzen. Zum anderen können Autoimmunerkrankungen entstehen, das Bild ist sehr breit gefächert.”

In dem Bericht von Susanne Zach wird eine Patientin vorgestellt, bei der eine Quecksilbervergiftung diagnostiziert worden ist. Es handelt sich um Annette edle, sie ist 46 Jahre alt und frühpensioniert. Annette edle berichtet von Magenproblemen, Darmproblemen, Schlafstörungen, Depressionen, Rückenschmerzen und einer chronischen Erschöpfung. Sie hat täglich Schmerzen, und kann sich schon nicht mehr an den letzten Tag erinnern an dem sie schmerzfrei war.

Amalgamfüllungen bestehen zur Hälfte aus Quecksilber, diese Substanz ist 10 mal giftiger als Arsen. Von vielen Wissenschaftlern liegen Belege vor, dass ich beim kacken von heißen Mahlzeiten und sogar beim Zähneputzen Quecksilber aus den Amalgamplomben löst und so in den Körper gelangen kann.

Eine weitere Gefahr lauert beim behandelnden Zahnarzt. Selbst wenn sie sich auf eigene Kosten die Amalgamfüllungen entfernen lassen, wird beim Ausbohren der alten Amalgamplomben extrem viel Quecksilber freigesetzt. Lässt der Zahnarzt hier nicht die nötige Sorgfalt walten, und setzt einen Kofferdam aus Gummi ein, gelangt das Amalgam unkontrolliert in den Körper und vergiftet Sie auch weiterhin.

Und auch wenn sie ihre Amalgamfüllungen haben entfernen lassen, sind sie noch nicht quecksilberfrei. Denn Quecksilber ist Speichergift und wird sich noch eine lange Zeit in ihrem Körper finden lassen.

Die größten Probleme hat Anette Edele mit dem Rücken. Bis zu 5 mal täglich blockieren ihre Wirbel. sie findet keinen Chiropraktiker mehr, der sie einrenken möchte. Da sie aber sehr oft behandelt worden ist, konnte sie sich an die Behandlungsmethoden sehr gut erinnern. Mittlerweile renkt sich Anette Edele selbst wieder ein:

“Aus lauter Verzweiflung habe ich mich auf den Boden gelegt und überlegt, wie macht das der Chiropraktiker. Ich habe mich dann so hingelegt und die Griffe so gemacht, wie der Chiropraktiker. Dann hat es auf einmal irgendwo gekracht. Dann war ich so geschockt und bin einfach nur auf dem Boden liegen geblieben. Dann hat er Schmerzen langsam wieder nachgelassen.”

In dem Bericht wird eine weitere Amalgam Geschädigte Patienten vorgestellt: Monika Gieger. Es wird berichtet, dass sie kaum noch ein Nahrungsmittel vertragen hat. Sie hatte ständig Gelenkschmerzen und eine chronische Bronchitis. Nach dem Entfernen der Amalgamfüllungen, hat sie mit sogenannten DMPS Infusionen entgiftet. Monika Gieger hatte Glück, denn sie war privat krankenversichert und die private Krankenversicherung hat diese Behandlung und die Medikamente bezahlt. Heute geht es Monika Gieger gut.

Monika Gieger, Bisingen sagt:

“Ich weiß nicht wie ich mit diesen Schmerzen hätte weiter leben sollen. Das war einfach schlichtweg unmöglich, ich habe wirklich nach Strohhalmen gegriffen.”

Durch die DMPS Infusionen wurde das Quecksilber im Körper gebunden und anschließend ausgeschieden. Wurde DMPS verabreicht, kann man anschließend auch das Quecksilber im Urin nachweisen. Ohne die Gabe von DMPS ist ein Urintest meist negativ. Dies belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien Komma unter anderem auch der Universität Freiburg und der Weltgesundheitsorganisation.

Trotz all dieser Nachweise akzeptiert die gesetzliche Krankenkasse keinen DMPS Test. Da ohne DMPS kein Quecksilber nachgewiesen wird, gibt es auch keine Kostenerstattung für eine quecksilberentgiftung. Unser Gesundheitssystem kennt quasi keine chronische Quecksilbervergiftung.

Wolfgang Kemmer, DAK Stuttgart sagt

“Die Bundesanstalt für Arzneimittelsicherheit und Medizintechnik sagt, es gibt keine wissenschaftlich fundierte Aussagen, das Amalgam mit dem Quecksilberinhalt zu solchen Störungen führt.”

Die gesetzlichen Krankenkassen akzeptieren lediglich einen Haut Test zum Nachweis einer Quecksilbervergiftung. Allerdings ist bei 90 % aller Patienten dieser Haut Test negativ, auch bei Anette Edele war dies der Fall. ein Hauttest ist also kein guter Nachweis für eine Quecksilbervergiftung.

Weitere Informationen können Sie den oben verlinkten YouTube Beitrag entnehmen.

Eine Blutuntersuchung hat jedoch eine Allergie Typ 4 auf Quecksilber ergeben, doch auch diesen Test akzeptiert die gesetzliche Krankenkasse nicht.

  • Quelle: Youtube Video Untertitel des oben aufgeführten Beitrages

Glyphosat-Zulassung – Pro & Contra

Ende 2017 sorgte der aktuelle bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt aus der CDU für einen Paukenschlag, als er sich im Alleingang bei einer EU Abstimmung für die Verlängerung der Glyphosat-zulassung aussprach. Diese Verlängerung gilt für weitere fünf Jahre.

Obwohl das Kanzleramt eindeutig die Order gegeben hatte, sich der Stimme zu enthalten, sagte Schmidt Ja zu Glyphosat. das Bundesumweltministerium hatte sich gegen die Verlängerung der Zulassung für Glyphosat auf EU-Ebene ausgesprochen.

Der Alleingang von Schmidt sorgte für einen mächtigen Wirbel. Die Bundesumweltministerin barbara Hendricks kritisiert Schmidt scharf für Schmits Ausrutscher. Laut öffentlichen Aussagen, war diese Zustimmung weder abgesprochen noch so vorgesehen.

Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel rügt Christian Schmidt, was in der Öffentlichkeit nicht alltäglich ist.

Wer aber nun erwartet hat, dass dieser Entgleisung für Christian Schmidt politische Folgen hat, liegt falsch. Aber das hat wohl auch nicht wirklich jemand erwartet.

Doch warum ist Glyphosat eigentlich so umstritten?

Glyphosat ist ein Pflanzenschutzmittel, mit dem 40 % der deutschen Äcker und Gärten behandelt werden. Deswegen ist es auch fast überall nachweisbar, zum Beispiel im Urin von Menschen und Tieren, in Milch, Bier und Wasser.

Seit geraumer Zeit steht der Verdacht im Raum, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend sein könnte. Zu diesem Urteil kommt zumindest die Studie der internationalen Agentur für Krebsforschung der Vereinten Nationen aus dem Jahre 2015.

Allerdings muss man diese Bewertung relativieren, denn nach Aussage von SPIEGEL ONLINE überprüfe diese UN Agentur nur, ob der Stoff überhaupt in der Lage ist Krebs auszulösen.

  • Quelle: Youtube Video Untertitel des oben aufgeführten Beitrages

Wird ein Stoff als krebserregend eingestuft, muss man diese Aussage natürlich immer noch hinterfragen und relativieren. Eine UN Agentur prüft in der Regel nur, ob ein Stoff Krebs auslösen könnte. Schaut man hier etwas in die Tiefe, dürften viele Berufe gar nicht ausgeübt werden. Nehmen Sie die blumenbinderin oder die Frisörin, diese sind jeden Tag im Beruf mit vielen Stoffen exponiert, die theoretisch Krebs auslösen könnten.

staatliche Behörden aus Australien, Neuseeland und auch Japan sind hingegen zu dem Ergebnis gekommen, dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Zu jeder Studie gibt es in der Regel immer eine gegenstudie. Wo hier Lobby anfängt und wirkliche subjektive Untersuchung aufhört, kann man oft nicht feststellen.

So ist es wirklich schwierig zu sagen, ob Glyphosat nun wirklich krebserregend ist oder nicht. Auf dem Ökosystem schade Glyphosat, auch wenn die Hersteller angeben dass es nicht bienengefährlich ist. Stellen Sie sich aber vor das auf den weitläufigen Feldern mit Glyphosat wirklich alle Pflanzen abgetötet werden. Dies bedeutet das für unsere Insekten die Nahrung einfach wegfällt, Monokulturen sind für das Sterben viele Insekten Arten großflächig verantwortlich.

Ehrlicherweise muss man aber sagen, wenn die Landwirte und Gärtner kein Glyphosat verwenden dürften, fänden sie sicher einen anderen Weg um Unkräuter aus dem Garten und der Landwirtschaft zu verbannen. Unkrautvernichter würden sich in anderer Form mit Sicherheit finden, die letztendlich zum gleichen Ergebnis führen: nämlich den Wegfall der potentiellen Nahrungsquellen für Insekten.