Giftcocktail Glyphosat in Privatgärten

uch im Jahre 2018 wird immer noch fleißig Glyphosat in der Landwirtschaft und im Privat Garten gespritzt. Mit Glyphosat kann man, auf kleinen oder großen Flächen, erfolgreich ungeliebte Gartenkräuter, auch Unkraut genannt für mehrere Monate beseitigen.

Innerhalb kurzer Zeit wird auf der gesprühten Fläche alles Grüne abgetötet. Wenige resistente Unkräuter widerstehen dem Glyphosat Sprühnebel.

Verschiedene Studien belegen, dass Glyphosat nicht direkt bienengefährlich ist. Aber stellen Sie sich vor, dass im Garten und auf Äckern wirklich nur noch Getreide oder andere Nutzpflanzen in Monokultur vorhanden sind. Jedes andere Ackerkraut, oder Unkraut, wird vernichtet und verbannt.

Das Problem hierbei ist, sagt Cosima Lindemann vom NABU, das hiermit jede Biodiversität auf Äckern genommen wird und dass ich dies negativ auf die Insektenvielfalt auswirken würde.

In der Folge gäbe es weniger Schmetterlinge und andere Insekten. Von Schmetterlingen und Insekten leben aber auch andere Tierarten, wie Vögel oder Fledermäuse. Die Verwendung von Glyphosat auf Äckern und im Garten zieht also eine lange Reihe negative Folgen für Insekten und deren abhängige Tierarten nach sich.

Besonders gefährlich ist das Pflanzengift, wenn es im Gewässer gelangt. Dann gehören Amphibien zu den ersten Opfern, denn sie atmen durch ihre Haut und nehmen das Gift schnell auf:

Ein Beispiel: die seltene Wechselkröte. Einige Tiere suchten zum Ablaichen diesen naturnahen Gartenteich in Rheinhessen auf. Der Nachbar spritzte mit Roundup. Eine Kröte saß wahrscheinlich im Gras und bekam das Gift ab, auch der Sprung ins Wasser rettete dieses streng geschützte Tiere nicht.

Ob Glyphosat tatsächlich die Todesursache war, untersucht der Amphibien Toxikologe Normann Wagner. Er forscht seit vielen Jahren an der Uni Trier.

Es wurde erzählt dass die Kröte mit Roundup im privaten Haushalt zuvor übersprüht wurde und das deutet schon auf eine Intoxikation hin.

Außerdem gibt es noch ein grundsätzliches Problem mit den Spritzmittel, sie werden zugelassen, ohne dass spezielle Untersuchung mit Amphibien durchgeführt werden. Solange die Wirkung nicht ausreichend erforscht ist, haben Naturschützer klare Forderungen.

 

  • Quelle: Youtube Video Untertitel des oben aufgeführten Beitrages

Nachdem Bundesumweltminister Schmidt Ende 2017 im Alleingang für eine Verlängerung der Zulassung für Glyphosat gestimmt hat, ist hier auch kein Ende in Sicht. Auch in den nächsten fünf Jahren dürfen Kleingärtner und Landwirte Glyphosat ausbringen. Zwar wurde in den letzten Jahren die Verwendung beschränkt, aber eine wirkliche Kontrolle findet bisher, beispielsweise in Privatgärten, nicht statt.

Zumindest auf öffentlichen Plätzen und versiegelten Flächen, darf der Unkrautvernichter nicht mehr ausgebracht werden.

Man geht davon aus, dass jedes Jahr in Deutschland 6000 Tonnen Glyphosat auf Äcker und in Gärten gesprüht werden. Das ist aber noch nicht alles, denn wir holen uns dieses Gift auch noch durch Futtermittelimporte z.b. aus Argentinien in unsere Nahrungskette.

Im Labor wurde Glyphosat schon in diversen Lebensmitteln wie Käse, Milch oder Brot nachgewiesen und auch in der Muttermilch findet sich teilweise Glyphosat.

Es gibt sogar Forschungsergebnisse, die sagen, dass sich Glyphosat auf Gene und das Nervensystem auswirken würde. Auch Hormone sein betroffen. Wie überall gibt es aber zu jeder Studie immer die entsprechende Gegenstudie, die natürlich genau das Gegenteil behauptet. Oft sind solche Studien finanziert von Lobbyisten der Glyphosat Hersteller. Beweisen lässt sich dies natürlich schwer.